Das erste ökumenische Frauenfrühstück in Sandhausen fand im November 2012 statt. Das Projekt war gleich ein Erfolg und hat sich nun zu einer festen Veranstaltung etabliert. Zweimal im Jahr, im Herbst und im Frühjahr, laden wir alle interessierten Frauen aus Sandhausen und der Umgebung ein. Das Frühstück findet wechselweise im katholischen Gemeindezentrum und im evangelischen Gemeindehaus statt.

Bei jedem Frauenfrühstück gibt es einen Vortrag aus dem Themenbereich Lebens- und Glaubensfragen. Jede Referentin prägt mit ihrem Beitrag die Aura der Veranstaltung. Bei diesem lebendigen ökumenischen Projekt steht die Begegnung im Mittelpunkt. Unser Rahmenprogramm lässt viel Zeit für Gespräche und Austausch zu.

Unser ökumenisches Team ist inzwischen gut eingespielt und wird von vielen freiwilligen Helfern unterstützt.

Das reiche Angebot des Buffets wird geschätzt. Nach Möglichkeit kaufen wir sämtliche Lebensmittel bei Händlern in Sandhausen ein, um diese zu unterstützen. Und die vielen selbstgemachte Sachen wie Marmeladen, Kuchen, Hörnchen und Aufstrichen kommen immer sehr gut an.

„Wie wir wurden wer wir sind“ 

Das 16.ökumenische Frauenfrühstück – eine rundum gelungene Veranstaltung

Das Team vom Frauenfrühstück hatte sich wieder ins Zeug gelegt mit durchschlagendem Erfolg: Mit 90 Teilnehmerinnen waren alle Plätze belegt. Das wohlschmeckende Buffet wurde ebenso gelobt, wie auch der beeindruckende Vortrag von Ingeborg Vins aus Leimen, selbständige Beraterin und Mediatorin. Zu dem Thema „Wie wir wurden wer wir sind“ sprach sie über prägende Gedanken, Emotionen und Erlebnisse. 100 Milliarden Nervenzellen hat der Mensch und diese bilden ununterbrochen Verknüpfungen, häufige Wiederholungen führen dann zu besonders ausgebauten Verknüpfungsbahnen. Je häufiger wir etwas tun, umso mehr prägt dies unser gesamtes denken. Das hat Vor- und Nachteile. Negativ ist vor allem die die mangelnde Flexibilität, die daraus entsteht. Und da uns auch negative Erlebnisse prägen, kann sich etwas festsetzen, das uns in unserem Handeln immer wieder lähmt, oft ohne uns dessen bewusst zu sein. Wie werden wir das wieder los? Reflektieren, Umdenken, umlernen, neue Verknüpfungen bilden und alte eingefahrene Muster verlassen. Das geht, denn das Gehirn bleibt ein Leben lang flexibel. Es kostet bewusste Anstrengung und es braucht Liebe, Geduld und Achtsamkeit sich selbst gegenüber, aber es lohn sich. So bleiben wir offen für neues, für unsere Mitmenschen, für das Leben.

Dies waren die Kerngedanken von Frau Vins Erläuterungen. Sie bereicherte das Gesagte durch viele beispiele und praktische Übungen. Am Schluss reichten wir uns die Hände, ließen das von links Einströmende durch unser Herz gehen und gaben es nach rechts gereinigt weiter: man muss nicht alles Negative ungefiltert weitergeben, wir können es im Innern bewegen und neue Impulse nach außen geben. Und so die Welt ein klein wenig friedvoller machen. Die Zeit verging wie im Flug und 90 zufriedene und fröhliche Frauen nahmen viele Anregungen mit nach Hause. Wer neugierig geworden ist: Ingeborg Vins hat auch eine Homepage. Wir freuen uns schon auf das nächste ökumenische Frauenfrühstück in Sandhausen. Es findet statt am 21.November 2020 im Wichernhaus. Ruth Kölbel aus Maulbronn spricht zum Thema „Gaben einsetzen – Freude gewinnen“.

H. Ortlepp