Alltagshelden tragen keinen Umhang und keine Masken. Sie haben keine übermenschlichen Kräfte und kommen nicht aus dem Nichts. Und selten sind sie Einzelkämpfer. Denn sie wissen: Gemeinsam schaffen wir etwas, was jede und jeder alleine nie schaffen würde: Mensch sein. Und anderen helfen, Mensch zu bleiben.

Unauffällig sind sie meistens – diese Art von Heldinnen und Helden. Denn der Alltag nimmt sie voll in Beschlag. In unserer Kirchengemeinde. In unserer Nachbarschaft. In der Schwangerenkonfliktberatung, der Diakoniestation, der Pflegeeinrichtung, der Kita, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der Schuldnerberatung, dem Tafelladen.

So sehen sie aus: Die dreißigjährige Alleinerziehende, mehr als ausgelastet, die trotzdem noch ein fremdes Kind bei sich aufnimmt, das sonst in ein Heim müsste. Der Ruheständler, der Stunden und Stunden auf Behördengängen zubringt, um jugendlichen Flüchtlingen den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Die Pflegekraft, die neben ihrem Fachwissen ihr ganzes Herz und ihre ganze Empathie einbringt, um Menschen, die auf sie angewiesen sind, mit Liebe zu begegnen. Die Frau und der Mann, die sich sagen: „Da will ich mithelfen – mit meiner Spende.“

Sie fallen kaum auf. Aber sie erkennen sich untereinander. Als Haupt- und Ehrenamtliche, als Spenderinnen und Spender, als Nachbarn und Mitmenschen, die es selbst nicht leicht haben. Ohne Worte. Einfach beim Tun. Und verändern die Welt – in Gottes Richtung.

Unsere Kirche und ihre Diakonie bietet einen Platz für Alltagshelden: In den fast 2.000 Angeboten vom Arbeitslosenprojekt bis zum Treff für Menschen mit psychischer Erkrankung, von der Bahnhofsmission bis zum Mehrgenerationenhaus, vom Seniorenheim bis zur Kindertagesstätte, von der Sozialstation bis zur Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung, von der Jugendhilfeeinrichtung bis zur Schwangerschaftskonfliktberatung. Die mehr als 37.000 haupt- und 12.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie in Baden kennen ihre Aufgabe – und lieben sie. Sie bieten Schutz, zeigen Möglichkeiten, schaffen Perspektiven, ermöglichen Freiräume. Durch sie entsteht etwas Neues, etwas Gutes … Durch die Sammlung der Diakonie werden in diesem Jahr besonders Projekte unterstützt, die die Begegnung zwischen Menschen fördern, Einsamkeit durchbrechen und die Chancen zu einem selbstbestimmten Leben verbessern. Projekte, die den Alltag von Menschen erleichtern sollen.

Bitte machen Sie mit. Seien Sie selbst eine Alltagsheldin oder ein Alltagsheld. Mit dem, was Sie einbringen können und möchten. Mit Ihrer Zeit und Ihrem Engagement und mit Ihrer Spende. Auch bei Ihnen vor Ort und in der Region! Denn 20 Prozent Ihrer Spende bleibt in Ihrer Gemeinde für ihre eigenen diakonischen Aufgaben. Und weitere 30 Prozent erhält das Diakonische Werk Ihres Kirchenbezirks. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mehr Informationen unter: www.diakonie-baden.de oder bei: Volker Erbacher, Pfr., erbacher@diakonie-baden.de