Auf fünf Jahre Flötenunterricht können wir – Carina und Carola Menzel – nun zurückblicken –

die leider mit letztem Schuljahr für uns zu Ende gingen. Das Abi steht vor der Tür und nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch. Dennoch:

Die Zeit, auf die tollen Jahre zurückzublicken, lassen wir uns nicht nehmen.

Es erscheint uns noch wie gestern, als Frau Dumke, die wir in zahlreichen Krippenspielen, Kindergottesdiensten und im Religionsunterricht kennengelernt hatten, mit der Idee auf uns zukam, ob wir nicht Lust hätten, in der kommenden „Saison“, eine ihrer Flötenneuzugänge zu übernehmen.

Selbst Flöte spielen gelernt haben wir schon vor sehr vielen Jahren.

Mit sechs Jahren fingen wir an, mit 13 haben wir die Altflöte dazugelernt. Und nun kam der Vorschlag, selbst Kindern das Spielen beizubringen.

Wir waren begeistert von dieser Idee!

Natürlich war aber mit dem Unterrichten sehr viel mehr verbunden, als wir zunächst erwartet hatten. Die Kinder mussten das Instrument erst kennenlernen, dann lernen, dass es am Anfang auch mal quietschen darf; und natürlich ist auch das Notenlernen nicht so leicht! Eine richtige Haltung ist zu beachten, das „Mittippen“ des Taktes hilft ungemein und eine besonders große Hürde ist es auch immer, das erste Mal ein Lied mit der ganzen Gruppe zusammen zu spielen!

Ja, aller Anfang ist schwer, aber liebe Flötenkinder, das galt nicht nur für euch. Auch für die Lehrerinnen war die Situation anfangs sehr neu. Wie geht man mit einer Gruppe um? Wie bringt man ihnen das Spielen bei? Wie lässt man sie lernen, die Noten zu lesen?

Wir erinnern uns noch sehr genau: Die ersten Jahre waren immer mit sehr intensiver Unterrichtsvorbereitung verbunden. Wir haben die Stunden immer genau geplant, Hausaufgaben rausgesucht und und und…

Doch mit der Zeit wurde alles natürlich viel entspannter, die Stunden liefen einfacher und wir konnten gemeinsam mit den Kindern unglaublich tolle Jahre erleben!

In vielen unterschiedlichen Proberäumen musizierten wir zusammen – im Wichernhaus, im Jugendkeller und sogar bei uns zu Hause. Wir können auf zahlreiche super gemeisterte Auftritte in der Bibliothek, im Seniorenheim und auch in der Kirche zurückschauen. Daraus, was am Anfang noch einzelne Noten waren, wurden zweistimmige Lieder und Kanons, wir wurden begleitet von Rhythmusinstrumenten und Altflöten, von Gitarren und ergänzt mit lustigen Geschichten.

Wir haben tolle und unvergessliche Erinnerungen mit den Kindern gesammelt – und einen Moment wollen wir hier noch einmal genauer erwähnen: die Probe am vergangenen 10. Januar – unserem 18. Geburtstag. Natürlich haben wir deshalb nicht auf unsere wöchentliche Flötenstunde verzichten wollen; umso größer war dann die Überraschung und Freude, als wir von unserer Gruppe mit einem unglaublichen Geburtstagsständchen überrascht wurden, das heimlich organisiert und vorbereitet wurde. Diese Erinnerung zaubert uns noch heute ein Lächeln auf die Lippen.

 

Doch diese Gelegenheit wollen wir nicht nur dafür nutzen, zurück zu schauen, sondern auch dafür, noch einmal Danke zu sagen! Danke an alle, mit denen wir diese wunderbaren Jahre erleben durften!

Der größte Dank gilt natürlich euch, liebe Flötenkinder. Danke für all die unglaublich erfahrungsreichen Jahre, für all die Stunden und Auftritte, danke, für alle Töne, die wir gemeinsam lernen und spielen durften!

Euch wünschen wir natürlich von ganzem Herzen, dass ihr niemals die Freude an der Musik verliert und vielleicht auch in zehn Jahren noch das ein oder andere Mal zur Flöte greift.

Es waren fünf tolle Jahre, gespickt mit Momenten, die wir niemals vergessen werden! Danke!

 

Carina und Carola Menzel

September 2017