Leitung: Nina Harbrecht (Vorsitzende der Gemeindeversammlung)
Protokoll: Ute Dumke
Es wurde ordnungsgemäß eingeladen.
Anwesende stimmberechtigte Gemeindeglieder: 31

TOP 1: Informationen über den Gemeindehausneubau und Kirchenrenovierung: Baubeginn, finale Planungsphase, Kostensituation

Pfr. B. Wielandt berichtet über den Stand der Planungen: Die Rodungsarbeiten sind abgeschlossen, mit fünf Wochen Verzögerung steht nun das Gerüst. Die Kostenvoranschläge von 80% der Gewerke müssen durch landeskirchliche Vorgaben vorliegen. Mitte Okt war die erste Ausschreibungswelle: Entweder wurden keine Kostenvoranschläge abgegeben oder waren weit über den veranschlagten Vorgaben. Die Materialkosten schnellen in die Höhe. Wir versuchen, weitere Firmen zu finden, um Kostenvoranschläge abzugeben.

So werden auch die Fristen der Fertigstellung nicht einzuhalten sein (Ende 2022). Es muss einen Weg unterschiedlicher Maßnahmen geben: Manches in der Qualität abspecken, anderes ganz lassen.

B. Stühle, werden ggf aus dem Budget genommen und durch Fundraising ersetzt. Auch anderes Einsparpotential wird von den Architekten geprüft. Im KGR werden wir eine Priorisierung vornehmen müssen. Kirchenrenovierung wird sicher durchgeführt.

Im schlimmsten Falle könnten wir den Gemeindehausneubau nicht in der geplanten Weise durchführen. Wir werden von Seiten der Landeskirche keine Baufreigabe erhalten, wenn wir nicht im Kostenrahmen bleiben. Wir haben schon etwa 1,2 Millionen ausgegeben (von etwa 6 Millionen). Die Gemeinde darf gern für uns beten, dass es in der geplanten Weise klappt.

In der Rückfragerunde wurde von Frau Leibert (Anwohnerin) die schwierige Parkplatzsituation angesprochen. Diese wird sich aber leider in der Bauphase noch verschlechtern, während sich die Rangiermöglichkeiten verbessern sollten. Pfr. Wielandt gibt den Impuls an die Anwohner, sich beim Rathaus selbst zu melden, vor allem auch in Hinblick auf den neuen Bebauungsplan.

TOP 2: Informationen über den Prozess-Status bei der Vermarktung  des Wichernhaus-Geländes

Pfr. M. Thurner erläutert die Problematik der Vermarktung:

Es gibt ein Hindernis für den Verkauf: Es soll ein neuer Bebauungsplan für die Straße erstellt werden. Bis dahin gilt eine baurechtliche Veränderungssperre. Daraus ergibt sich große Unsicherheit der Investoren, die Interesse an dem Gelände zeigen.

Daher konnte die Kirchengemeinde keine öffentliche Ausschreibung machen, da die Rahmenbedingungen nicht klar sind. Die Kirchengemeinde hat mit wenigen Interessenten gesprochen und gebeten, ein Angebot abzugeben.

Es lagen Angebote für den Verkauf oder Erbbaupacht vor.

Diese Angebote waren im Bereich Kauf lukrativ, unattraktiv im Bereich Erbpacht.

Auf Empfehlung des Oberkirchenrats wird das Gelände verkauft. Um das frei werdende Geld sinnvoll zu investieren, soll eine Wohnung als Pfarrwohnung erworben werden.

Die Kirchengemeinde hat sich nach längerem Beratungsprozess für einen Bewerber entschieden:  ISB aus Walldorf. Schon das Louise-Scheppler-Haus wurde in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dieser Firma vermarktet.

Es soll ein Mehrparteienhaus erstellt werden. Sie werden von uns beauftragt, dies Haus zu planen in Abstimmung mit der Kirchengemeinde.

Das Parkplatzproblem soll durch eine Tiefgarage entschärft werden.

TOP 3: Informationen über den Strategie-Prozess der Landeskirche

„Transformation und Reduktion“

Pfr. Wielandt erklärt: Bei diesem Strategie-Prozess geht es eigentlich um Reduktion: „Wir müssen uns als Kirche neu erfinden.“

2060 wird sich die Mitgliederzahl der Kirche halbieren. Die Bezirke haben die Aufgabe, in den nächsten 10 Jahren 30 % einzusparen. Diese Einsparungen betreffen sowohl Gebäude als auch Personal.

Unsere Region (Leimen, St. Ilgen, Nußloch, Sandhausen) wird aufgefordert, zu prüfen, wo Kooperationen stattfinden können, um Angebote aufrecht zu erhalten.

Ende 2022/Anfang 2023 wird eine Visitation der Region geplant, um dies Zielfoto zu bedenken.

Wir sind seit 8 Jahren in einer Sparsituation, aber der Prozess muss intensiver weiter gehen. Wir bitten um Mitwirkung der Gemeinde.

„Das Wort Gottes wird nicht untergehen.“

Es folgt eine kurze Rückfragerunde bezüglich der Einsparungen: Pfr. Wielandt erwartet, dass die 2,75 Hauptamtlichen-Stellen nicht erhalten bleiben können.

TOP 4: Informationen zu den Gemeindefinanzen: Jahresabschluss 2020

  1. Diem berichtet: Wir sind seit 2010 im Haushaltssicherungsverfahren. Der Gebäudeoptimierungsprozess ist abgeschlossen. Wir haben den Haushaltsausgleich und die Substanzerhaltungsrücklage bisher geschafft. Auch das Haushaltsjahr 2020 schließen wir mit 16 263,80 Euro Überschuss ab, wobei die Überschüsse rückläufig sind und die Zuweisungen sinken werden.

Rücklagen: 438 730,39.

TOP 5: Nachbesetzung Leitung der Gemeindeversammlung (Vorsitz und Stellvertretung)

Nina Harbrecht erläutert zunächst die Aufgaben der Leitung der Gemeindeversammlung und die Voraussetzungen der Wählbarkeit. Trotz Bitte um Vorschläge ist es nicht gelungen, jemanden für diese Aufgabe zu gewinnen.

In diesem Fall wird für die nächste Gemeindeversammlung kommissarisch von einer leitenden Person im KGR eingeladen und geleitet. Mit diesen Worten verabschiedet sich Frau Harbrecht. B. Wielandt dankt N. Harbrecht für das gute Miteinander und das Wahrnehmen dieses Ehrenamtes.