Berta von Suttner und ihr Einsatz für den Frieden.

„Referentin Dr. Adelheid von Hauff“.

„Suche Frieden und jage ihm nach“ Die Jahreslosung für 2019 könnte zugleich als Überschrift für das Lebenswerk von Berta von Suttner stehen. Am ökumenischen Frauenfrühstück erfuhren die Teilnehmerinnen viel Interessantes aus dem Leben dieser eher unbekannten Frau.

Dr. Adelheid von Hauff hielt das Referat mit dem Thema „Berta von Suttner und ihr Einsatz für den Frieden“.

Berta von Suttner wurde 1843 in Prag geboren. Nachdem das Vermögen der Familie durch die Spielsucht der Mutter verloren ging, musste Berta selbst Geld verdienen. Das Schicksal wollte, dass sie als Sekretärin bei Alfred Nobel anfing, was eine lebenslange Freundschaft zwischen den beiden entstehen ließ.

Als Journalistin und Schriftstellerin beschäftigte sie sich vor allem mit dem Thema Frieden. Sie schrieb unter Pseudonym weil eine Frau als Autorin in der damaligen Gesellschaft nicht akzeptiert wurde. Das Interesse für die Friedensbewegung verband sie mit Alfred Nobel, obwohl die beiden ganz unterschiedlichen Standpunkte vertraten, wie Weltfrieden erzielt werden kann. Alfred Nobel war der Überzeugung, dass die fortgeschrittene Technologie Kriege in Zukunft verhindern könne. Die Abschreckung durch Waffen, vor allem seine eigene Erfindung das Dynamit, würde dazu beitragen, Kriege gar nicht erst entstehen zu lassen. Berta von Suttner argumentierte in die entgegengesetzte Richtung. Konflikte sollen nicht mit Waffen, sondern durch die Einrichtung von internationalen Schiedsgerichten gelöst werden. Die Abwesenheit von Waffen garantiere den Frieden.

Der Friedensnobelpreis wurde von Alfred Nobel gestiftet, um engagierte Menschen  anzuerkennen, „der oder die am meisten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt  und damit der Menschheit den größten Nutzen erbracht hat“. 1905 wurde der bedeutende Einsatz von Berta von Sutter mit dem Nobelpreis geehrt.

Nach dem Referat entstand eine lange und angeregte Diskussion über das Thema Frieden, das heute genauso aktuell ist wie damals. Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass Frauen in allen Ländern stärker am Friedensprozess teilnehmen müssen. In Kriegsgebieten sind Frauen und Kinder oft grausamer Gewalt ausgesetzt. Der Friedensnobelpreis 2018, der an Denis Mukwege und Nadia Murad für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegsmittel verliehen wurde, scheint ein Zeichen der Hoffnung für die Welt zu sein.

Das nächste ökumenische Frauenfrühstück findet am 23.03.19 im katholischen Gemeindezentrum statt. Gemeindediakonin Ute Dumke referiert über das Thema „Mir wird alles zu viel-Warum es nicht gut ist, um jeden Preis weiterzumachen.“

Karin Maier