Hand in Hand für die Menschen auf dem Mittelmeer

Der Ökumenische Helferkreis Sandhausen unterstützt die
Aktion „Rettungskette für Menschenrechte“. Ziel dieser
Aktion ist es, auf die Situation der Flüchtlinge hinzuweisen,
die sich auf ihrem Weg nach Europa in die nordafrikanischen
Wüsten und auf das Mittelmeer begeben.
Auch wir sind uns darüber im Klaren, dass wir nicht alle
Menschen, die sich in Not befinden, hier bei uns in Europa
aufnehmen können; selbst wenn sich alle Regierungen in
Europa dazu entschließen würden.
Aber dies darf kein Grund sein, diesen Menschen überhaupt nicht zu helfen. Ohne besseres
Wissen um die Situation in den europäischen Staaten, alleine aus der Hoffnung heraus, dass
sie hier bei uns Arbeit finden, verkaufen Menschen ihr Hab und Gut und verlassen ihre
Heimat. Sogenannte „Schlepper“ knöpfen ihnen dann das Geld ab mit dem Versprechen, sie
an einer Küste eines europäischen Staates abzusetzen. Wir wissen nur zu gut aus den
Medien, in welch abgewrackten Schiffen und in welcher Überzahl diese Menschen dann oft
sogar in Schlauchboote gepfercht werden, um unseren Kontinent zu erreichen. Diese
Menschen sind nur getrieben von dem Wunsch, der Verfolgung in ihrem Heimatland zu
entgehen, wenn sie sich vielleicht gegen ein Regime gewendet haben, Kriegsdienst gegen
einen anderen Stamm zu leisten… Oder aber, sie wollen so schnell wie möglich eine Arbeit
bei uns finden, um sich und ihre Familien zu ernähren. Ihre Familien leben in ärmlichsten
Verhältnissen, können keiner geregelten Arbeit nachgehen und oft nur ein paar wenige
Jahre die Schule besuchen. Eine ökonomische Infrastruktur mit Jobs fehlt ihren armen
Ländern, aber auch Schulen und vor allem Nahrung. Angetrieben werden sie von der
Hoffnung, dass wir ihnen Arbeit und ein Auskommen bieten können, und sie vielleicht sogar
von hier aus ihre Angehörigen zu Hause unterstützen können. Ihre Schulbildung ist oft
schlecht, rechnen und schreiben haben sie sicher gelernt. Aber wie es hier bei uns aussieht,
welche Anforderungen wir selbst erfüllen müssen, um einen Job zu finden und zu behalten,
wie riesengroß das Mittelmeer ist, welchen Gefahren sie sich aussetzen, all dies ist vielen
nicht bewusst.
Wenn es in Europa zu Katastrophen kommt, fragen wir nicht erst, ob wir diese bewältigen
können. Wir packen mit an. So geht es uns auch mit der Teilnahme an dieser Aktion. Wir
wollen ein Zeichen setzen und auf die Alltagssituation in den Herkunftsländern aber vor
allem auf diese täglichen Katastrophen auf dem Mittelmeer aufmerksam machen.
Nein, wir in Sandhausen, können diese Probleme nicht lösen. Aber wir können mit dieser
Aktion, unsere politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen auffordern, diese Probleme anzugehen.

Es braucht viel Hilfe vor Ort, Befriedung, Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe, so dass die
Menschen nicht mehr gezwungen sind, auf dem Meer oder in Wüsten in Lebensgefahr zu
begeben.
Wenn Ihnen das Schicksal von diesen Menschen nicht egal ist, schließen Sie sich uns für 30
Minuten an. Setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen die große Not in den armen Ländern
jenseits des Mittelmeers und auf dem Mittelmeer.
Mehr erfahren Sie hierzu unter www.rettungskette.eu oder #HandinHand.

Mehr zu unserer Gruppe finden Sie unter www.helferkreis-sandhausen.de Sie treffen uns auch in den
nächsten Tagen auf den Straßen rund ums Rathaus, sprechen Sie uns an.

Wir freuen uns.
Am 18. September, ab 11.30h finden Sie uns auf dem Lège Cap Ferret Platz. Von dort bilden
wir zur Kernzeit von 12.00 bis 12.30h mit Ihrer Unterstützung eine möglichst lange Kette
entlang der Hauptstraße Richtung Walldorf und Bruchhausen, wo wir auf die Aktionsgruppe
von Leimen treffen. Stellen Sie sich mit Ihrer Corona-Schutzmaske dazu, strecken Sie
symbolisch entlang rot-weißer Bänder Ihre Hand aus – als Zeichen der Mahnung und Hilfe.

ige/gab